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Künstlerin arbeitet in einem unabhängigen Atelier mit mehreren Staffeleien
Kunst in Berlin

Selbstverwaltete Projekträume: Zwischen prekärer Unabhängigkeit und kuratorischer Freiheit

Das Leuchten hinter abgeklebten Schaufenstern Hinter abgeklebten Schaufenstern, in ehemaligen Werkstätten, leer stehenden Ladenlokalen und provisorisch geteilten Hinterhöfen entsteht eine Kunst, die selten mit fertigen Antworten auftritt. Das Licht ist oft ungleichmäßig, die Wände tragen Spuren früherer Nutzungen, und der Ausstellungsraum wirkt eher wie eine offene Versuchsanordnung als wie ein neutraler White Cube. Gerade diese …

Frau betrachtet konzentriert ein gerahmtes Kunstwerk im Ausstellungsraum
Kunst in Berlin

Die Kunst des Verweilens: Was geschieht, wenn wir zehn Minuten vor einem einzigen Bild stehen?

Das Museum als Ort des flüchtigen Blicks Ein Museumsbesuch beginnt häufig mit einem stillen Wettlauf. Der Schrittzähler sammelt Wege zwischen Sälen, die Ausstellungsübersicht wird zur Checkliste, und vor den berühmten Werken bildet sich eine kleine Choreografie aus Annäherung, Foto, kurzer Betrachtung und Weitergehen. Selbst dort, wo ein Bild über Jahrhunderte hinweg mit Geduld, Materialkenntnis und …

Holzlöffel mit verschiedenfarbigen Erd- und Pflanzenpigmenten auf hellem Grund
Kunst in Berlin

Zurück zur Erde: Wie zeitgenössische Künstler die Leinwand neu erden

Das Ende der Plastikschicht und die Rückkehr zur Haptik Über Jahrzehnte galt die petrochemische Acrylfarbe als Inbegriff zeitgenössischer Beweglichkeit. Sie trocknet rasch, lässt sich in dünnen Lasuren ebenso wie in pastosen Schichten auftragen und ermöglicht Oberflächen von matter Kreide bis zu beinahe industriellem Hochglanz. Doch auf den zweiten Blick zeigt sich die Ambivalenz dieses Siegeszugs. …

Person betrachtet ein kreisförmiges Kunstwerk mit viel Abstand im weißen Raum
Kunst in Berlin

Der leere Raum als Dialog: Wie Hängung und Raumabstand die Bildwirkung verändern

Das unsichtbare Gefüge zwischen Werk und Betrachter Beim Betreten eines lichten Ausstellungsraums geschieht etwas, das sich nur schwer auf ein einzelnes Bild reduzieren lässt. Das Auge nimmt zunächst die Helligkeit, die Ruhe, die Abstände und die Richtung des Raumes wahr. Erst danach bindet es sich an die Farbe, die Linie oder die Oberfläche eines Werkes. …