Reiseschatullen_ Elke Werneburg

 

Reiseschatullen

 

 

Elke Werneburg

 

 

21-28.10. 2016

 

 

Reisen? Unterwegssein, Abenteuerlust, Fremde, Begegnungen... Für Elke Werneburg als

Künstlerin heißt Reisen auch: Finden! Nicht etwa Suchen, sondern Finden. Damit gemeint ist der

offene, unabsichtliche, ergebnisoffene Blick in die Welt.

So kommt Werneburg zu vielen Fundstücken. Gemeinsam ist ihnen: In den Augen der Welt sind

sie mehr oder weniger wertlos. Gemeinsam ist ihnen außerdem der Zauber, den sie entwickeln

können unter einem offenen, empathischen, wachen Blick. Dann sind sie schön, berührend,

interessant, aufschlussreich: Bonbonpapier, Kronkorken, zur Unkennbarkeit zertretene

Kunststoffteilchen, von der Zeit geschliffene Glas- oder Porzellanscherben, Stofffetzen, Steine,

Plastikzeugs. Farbiges, Rundes, Schroffes, Glitzerndes, Rätselhaftes...

Im Kern geht es hier um ästhetische Erfahrung, die zu tun hat mit Wertschätzung:

unvoreingenommene, unmittelbare, wertschätzende Aufmerksamkeit für das Hier und Jetzt. Aus

dieser Erfahrung heraus entstehen Werneburgs Schatullen-Arbeiten. Und diese Erfahrung wird

auch möglich in der Rezeption.

Exemplarisch in ihrer Anschaulichkeit und Deutlichkeit: die Reiseschatullen voller Miniatur-

Fundstücke. Fertiggestellt (2015) sind sieben: Berlin, Goa, Lissabon, Korfu, Marokko, Paris,

Venedig; vielleicht entsteht in New York eine achte. – Die Ausstellungsauswahl: Berlin, Goa,

Paris. – Jede Schatulle ist erstens eingebettet in eine gefundene länderspezifische Plastiktüte.

Beigelegt ist zweitens ein Heftchen mit Kurzinfos zu Fundorten etc. Sämtliches Material ist

secondhand.

Aufschlussreich ist, worum es sich hier nicht handelt: Die Fundstücke sind nicht

kunstkonventionell aufbereitet; nicht aufgewertet durch gestalterische Einbindung in einen

neuen, sinnstiftenden Kontext – etwa eine Montage, eine Installation, eine Skulptur. Sondern sie

bleiben ›sie selbst‹: Fundstücke – mit einem Zuhause in ihrer Schatulle. Von Reisen, von Orten

der Welt wird hier berichtet durch Präsenz der Dinge und ihre ästhetische Erfahrbarkeit.

 

 

 

www.elkewerneburg.de

 

Foto credit www.martin-liebermann.de Text www.adele-gerdes.de

'Forbidden Fruit'

 

- Stephanie Sarley's The Fruits of Art

 

 

'The Fruits of Art' are serial video artworks of fruit being fingered and the artist Stephanie Sarley's instagram accounts which contains the contents have been disabled several times since last 3 years. SOMA hosted the artist Stephanie Sarley's first international solo exbition in Berlin.

Her video is basically about personifying and empowering vaginas through humor and absurdity, and the acceptance of female sexuality at large.

 

http://stephaniesarley.com/